head etzleben.de

Home
zurück
News
Kalender
4 Kids
Gemeindestube
historisch
sehenswert
Ansichten
Downloads
wichtige Tel.Nr.
Links
Impressum
Kontakt

Wetter Etzleben
© meteo24.de

Interview mit Bürgermeister Wendeborn zu

"Nicht alle interessiert schnelles Internet"

25. Januar 2011 

etzleben.de

In einem Zeitungsartikel der Thüringer Allgemeinen wird am 18. Januar 2011  unter der Überschrift „Nicht alle interessiert schnelles Internet“ über eine Bürgermeisterdienstversammlung in Sondershausen berichtet. In dieser Versammlung ist den Bürgermeistern der DSL- Ausbau von Landrat Hengstermann ans Herz gelegt und eine aktuelle Studie des Ingenieurbüros Konext vorgestellt worden. Nach dieser Studie wurden im Landkreis 1360 Bedarfsmeldungen für schnelles Internet und 62 (DSL) unterversorgte Ortsteile ermittelt. Weiter berichtet die Thüringer Allgemeine, dass  „ ... Keinen Bedarf sehen hingegen unter anderem: ... Etzleben, Bretleben, Gorsleben.... „

Bürgermeister Wendeborn

Nein, so stimmt das nicht, dass hat Landrat Hengstermann so auch nicht dargestellt. Letztendlich ist es so, dass die Versorgung mit schnellem Internet nun mal zum Leben der Bürger dazugehört und auch für wirtschaftliche Aktivitäten mittlerweile zwingend notwendig ist.

Durch Etzleben wurde bereits 2007 der Bedarf an schnellem Internet ermittelt. Von den 120 Etzlebenern Haushalten meldeten immerhin 75 Haushalte ihren Bedarf an. Die Gemeinde hat dann 2008 versucht, durch die Firma Avacom schnelles Internet via Richtfunk zur Verfügung zu stellen. Allerdings scheiterte diese Variante, da seinerzeit kaum ein Haushalt die doch recht hohen Kosten von ca. 70 € einmalig und der monatlichen  Gebühr von ca. 40 € tragen wollte. Daneben wurde dann im September 2009 durch die Verwaltungsgemeinschaft auch eine Ausschreibung für die Internet- Anbindung per Kabel für alle unterversorgten Gemeinden durchgeführt. Erst nach Verlängerung der Frist unterbreitete dann letztlich  allein die Deutsche Telekom ein Angebot für 53.000€. Daraufhin wurde durch die Verwaltungsgemeinschaft im Juli 2010 ein Antrag auf Fördermittel beim Land gestellt. Leider waren die Fördermittel schon vor Eingang unseres Antrages erschöpft, so dass keine Fördermittel an Etzleben gezahlt wurden.

Aktuell sieht es so aus, dass sich die Telekom verpflichtet hat, die betreffenden Gemeinden, also auch Etzleben, innerhalb von 12 Monaten mit DSL zu versorgen, wenn wir bis zum 31.Mai dieses Jahres Fördermittel zugeteilt bekommen.

etzleben.de

Wieso wurde dann durch Etzleben kein Bedarf bei Landkreis angemeldet?

Bürgermeister Wendeborn

Wahrscheinlich wurde aufgrund unserer bereits erfolgten Initiative durch die Verwaltungsgemeinschaft einfach kein weiterer Bedarf an den Landkreis gemeldet. Letztendlich wurde die Gemeinde und ich als Bürgermeister weder vom Landkreis noch von unserer Verwaltungsgemeinschaft gefragt bzw. über eine solche Initiative in Kenntnis gesetzt.

etzleben.de

Wie soll es nun weitergehen?

Bürgermeister Wendeborn

Nach meinem Kenntnisstand kann die Anbindung an das Internet über Kabel, über Richtfunk oder über das Mobilfunknetz erfolgen. Die Variante einer Versorgung über Kabel durch die Telekom habe ich ja bereits dargestellt. Die Richtfunkvariante wurde mangels Interesse der Bürger von Etzleben nicht weiterverfolgt.

Die Anbindung von Etzleben über das Mobilfunknetz durch Vodafone ist im ersten Anlauf ja ebenfalls gescheitert, weil das für den Funkmast geplante Grundstück bereits als Ausgleichsfläche im Zusammenhang mit dem Autobahnbau vergeben war und der Landkreis auch kein Entgegenkommen zeigte.

Etwas Hoffnung habe ich allerdings noch, da Vodafone offenbar mit einem privaten Inhaber eines Grundstückes zwischen der Landstraße nach Büchel und der Zufahrt zur Teichmühle verhandelt und möglicherweise doch noch einen Funkmast errichten wird. Ich gehe davon aus, dass sich Vodafone dann auch noch an die Zusage gebunden fühlt, in diesem Fall einen schnellen Internetzugang für Etzleben zu ermöglichen. Das durch Vodafone keine finanzielle Beteiligung durch die Gemeinde gefordert wird, ist natürlich noch ein schöner Nebeneffekt.

etzleben.de

In einem zweiten Artikel der Thüringer Allgemeinen wird von einem Eigenanteil von 6.000 € bei Gesamtkosten von 53.000 € für eine Kabel- Erschließung von Etzleben gesprochen. Wurden diese Eigenkosten bereits ähnlich wie wohl in Gorsleben geschehen im Haushalt der Gemeinde eingeplant?

Bürgermeister Wendeborn

Nein, derzeit ist der Haushalt 2011 durch den Gemeinderat noch nicht beschlossen, die Planungen hierzu laufen aber.  Letztendlich müssen wir als Gemeinde zunächst einmal unsere Pflichtaufgaben erfüllen und natürlich finanzieren. Bei der Versorgung mit schnellem Internet handelt es sich allerdings nicht um eine solche Pflichtaufgabe. Ich bin aber optimistisch, dass wir den Eigenanteil von 6.000 € schon hinbekommen.

etzleben.de

Ich danke für das Interview.

 [Nachgefragt - Fördermittel für schnelles Intenernet -]

 [alle Artikel]

           

Home News 4 Kids historisch Panorama wichtige Tel.Nr. Kontakt
zurück Kalender Gemeindestube sehenswert Ansichten Downloads Impressum